Die Gesellschaft zur Förderung vorbildlicher Straßenschäden (GzFvS) untersucht die versiegelten Böden unserer Städte auf Unregelmäßigkeiten von hoher Valenz. Sie interessiert sich für fehlerhafte Fehler und ausgebesserte Ausbesserungen, nicht um die Qualität der Straßen zu erhöhen oder sich über die harte Instandsetzungsarbeit lustig zu machen, sondern um von dem Miteinander der Pflastersteine und Gehwegplatten, von Straßenbelägen, Stolpersteinen und Schlaglöchern auf gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge zu schließen.
Von der Straße lässt sich nämlich viel lernen über das Nebeneinander unterschiedlicher Denk- und Ordnungsprinzipien, über kontaminierte Ökologien, den Umgang mit liminalen Problemen und radikalen Fragmenten – und darüber, zu welchen Gesteinen man im Falle eines Aufstands greifen könnte.
Die Gesellschaft zur Förderung vorbildlicher Straßenschäden ruft die Bevölkerung daher zur Einsendung spannender Situationen auf. Dabei entsteht auf der Archivwebsite und auf dem einschlägigen Instagram Kanal der Gesellschaft ein partizipatives Archiv vorbildlichen Straßenschäden aus aller Welt.
Die Gesellschaft zur Förderung vorbildlicher Straßenschäden ist ein partizipatives Projekt, das von Peter Behrbohm initiiert und mit Hilfe unzähliger anderer Menschen durchgerführt wird.
Die Road Damage City Tours entstanden in Kollaboration mit dem nomadischen ReRouting Project von Clementine Butler-Gallie und Viviane Tabach.
Die Dokumentation der Road Damage City Tours erfolgte durch Clementine Butler-Gallie und André Wunstorf.
Die Website der Gesellschaft und ihres Archivs wurde von David Liebermann als begehbares Onlinegame gestaltet.
Seit der Gründung der Gesellschaft zur Förderung vorbildlicher Straßenschäden haben unzählige Menschen aus aller Welt interessante Situationen eingereicht. Die hier abgebildeten stammen u.A. von Aram Bartholl, Alice Astłik Baseian, Emma Grau, Romain Render, Annie Cooklin, Jo Ziligen u.v.m.
Am 15.09.26 berichtete Steffen Greiner für die TAZ. Vielen Dank!